Leuchtturm
Fachgebiet Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung
  FB 6 Architektur, Stadtplanung, Landschaftsplanung
Henschelstr. 2, D-34127 Kassel
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Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl der Forschungsprojekte unseres Fachgebietes. Gerne können Sie auch in der Forschungsdatenbank unserer Universität stöbern. Dort finden Sie weitere Informationen.

 

 

Tourismusdestination Nordhessen im Klimawandel: Herausforderungen und Masterplan zur strategischen Anpassung 

Teilprojekt im Verbundvorhaben KLIMZUG Nordhessen

Förderung: BMBF 2008-2013

 

Mittelgebirgsregionen in Deutschland sind durch den Klimawandel im Winter- wie im Sommertourismus betroffen. Ausgehend von Untersuchungen, welche die Betroffenheit und Anpassungserfordernisse des Winter- und Sommertourismus in Nordhessen konkretisieren und speziell die Wintersportorte, Kurorte und regionstypischen Zielgruppen sowie ihre Aktivitätsschwerpunkte betrachten, werden Anpassungsmöglichkeiten und Chancen für einen veränderten Tourismus in der Region entwickelt.

 

Untersucht werden sowohl Veränderungen auf Angebotsseite (Eignung von Anpassungsmaßnahmen, Konkurrenzreaktionen) als auch Veränderungen der Nachfrageseite (Verhaltensänderungen der Gäste).

Daraufhin werden Anpassungsstrategien im Bereich von Technologien (klima- und energierelevante touristische Infrastrukturen), Angeboten (Alternativen im Wintersport, Allwetterangebote) und Marktstrategien (Themen, Zielgruppen) erarbeitet und mit Praxispartnern aus Politik und Wirtschaft konkretisiert. Zur Umsetzung in Richtung Investitionen und Wertschöpfung wird ein Masterplan erarbeitet. Ein Modulhandbuch zur Weiterbildung der touristischen Leistungsträger sichert die Verbreitung der Ergebnisse über die Klimaanpassungsakademie.

 

Das Teilprojekt wird in enger Kooperation mit dem Praxispartner Regionalmanagement Nordhessen durchgeführt.

Ausgangspunkte (Szenarien) und Ergebnisse werden eng mit den anderen Teilprojekten abgestimmt.

 

Publikationen:

Ulf Hahne, Christine Adams, Simone von Kampen:     

Tourismusdestination Nordhessen im Klimawandel: Betroffenheit und Chancen durch den Klimawandel.

Arbeitspapiere „Klimawandel und Anpassung des Tourismus“, 1. Kassel 2009. urn:nbn:de:hebis: 34-2009121131469

 

Christine Adams, Ulf Hahne, Simone von Kampen:

Nordhessen – Tourismus – Klimawandel: Nachfrageanalyse Sommersaison 2009 

Arbeitspapiere „Klimawandel und Anpassung des Tourismus“, 2. Kassel 2010. rn:nbn:de:hebis: 34-2010021131981

 

Christine Adams, Ulf Hahne, Simone von Kampen:

Gesundheitstourismus in Nordhessen: Aktuelle Herausforderungen im Kontext der Klimaanpassung

Arbeitspapiere „Klimawandel und Anpassung des Tourismus“, 3. Kassel 2010. urn:nbn:de:hebis: 34-2010050332741

 

Evaluation des Strategieprozesses der Stadt Kassel zur Bewältigung des demografischen Wandels

Zur Auseinandersetzung mit den Folgen des demografischen Wandels hat die Stadt Kassel einen besonderen Prozess gestartet, der sich durch die explizite Einbeziehung der Stadtgesellschaft vom Vorgehen anderer Städte stark unterscheidet. In zwei Zukunftskonferenzen (2006 und 2007) wurden Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zusammengeführt. Zudem wurden für jedes der dabei entwickelten fünf Themenfelder Promotorentandems aus Verwaltungsspitze und Stadtgesellschaft gebildet, welche prominent einzelne Leuchtturmprojekte vorantreiben. Über den Prozess informiert www.stadt-kassel.de/cms01/prokassel/demografie.

 

Nach zwei Jahren Aktivität sollte die Zwischenevaluation Schwachstellen nachspüren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Dazu wurden u.a. Vergleiche mit anderen Städte herangezogen, erfolgte eine qualitative Befragung zahlreicher Akteure und wurde eine Regionsaufstellung durchgeführt, welche als analytisches Instrument die Ergebnisse der Interviews in vielen Teilen bestätigen konnte. Der Oberbürgermeister stellte sich persönlich als Fokus für die Regionsaufstellung zur Verfügung.

 

Im Ergebnis konnten der Stadt Kassel zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten zur Effektivierung von Strategie, Organisation und Prozess mitgegeben werden.

 

Kommunikation zur Kostenwahrheit bei der Wohnstandortwahl

(BMBF REFINA III)

 

Zu den großen Nachhaltigkeitsherausforderungen gehört der ungebremste Flächenverbrauch für Siedlungszwecke. Das Bundesforschungsprogramm „REFINA Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und nachhaltiges Flächenmanagement“ soll das Wissen über Zusammenhänge von Flächenverbrauch und nachhaltiger Siedlungsentwicklung im kommunalen und regionalen Kontext verbessern.

 

Im Projekt "Kommunikation der Kostenwahrheit bei der Wohnstandortwahl" geht es darum, die Kostenelemente und Kostenwahrheit bei der Wohnstandortwahl stärker im Bewusstsein der beteiligten öffentlichen und privaten Akteure zu verankern. Über eine innovative Kommunikationsstrategie soll die Transparenz aller mit der Siedlungsentwicklung verbundenen Kosten und Nutzen erhöht werden. Eine Entscheidungshilfe für die einzelnen Akteure soll nachhaltige Wohnstandortentscheidungen am Beispiel Mittelthüringens unterstützen und die versteckten Kosten dezentraler Standorte verdeutlichen. Ziel ist es hierbei auch, die langfristige Finanzierbarkeit und Aufrechterhaltung von Infrastrukturen in schrumpfenden Regionen zu sichern.

 

Projektpartner sind das Fachgebiet "Planung und Kommunikation" (Prof. Dr. Heidi Sinning) der FH Erfurt (Lead-Partner) und das Fachgebiet „Ökonomie der Stadt- und Regionalentwicklung“. Beispielsstädte des Vorhabens sind Erfurt und Gotha.

 

Demographischer Wandel - Kommunalbefragung

Im Auftrag des Vereins für Regionalentwicklung Werra-Meißner e.V. führte das Fachgebiet eine Befragung der kommunalen Spitzenvertreter aller Städte und Gemeinden im Werra-Meißner-Kreis durch.

 

Der Werra-Meißner-Kreis kann als Modellkreis für Schrumpfungsregionen in den alten Bundesländern gelten und weist schon jetzt einen deutlichen Rückgang der Bewohnerzahlen und eine sichtbare Überalterung der Bevölkerung auf. Im Unterschied zu den neuen Bundesländern hat die Region es jedoch nicht mit einem plötzlichen Einbruch der Einwohnerzahlen zu tun, sondern mit einem allmählichen Prozess, der mehr und mehr sichtbar wird und Handlungsansätze heute erfordert, um die Probleme der Zukunft nicht so groß werden zu lassen, dass sie kaum mehr bewältigt werden können.

 

Zu Bewusstseinsstand, Reaktionsmöglichkeiten und Handlungsansätzen zum demographischen Wandel in den einzelnen Kommunen wurden im Winter 2005/06 alle 62 Fraktionsspitzen und 16 Bürgermeister schriftlich mit einem ausführlichen Fragebogen befragt. Der Rücklauf betrug 41 Fragebögen (52 %).

 

Die erstaunlichsten Ergebnisse: Fast allen Befragten ist die Bedeutung des Themas bekannt, doch Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene werden kaum gesehen. Die Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit für die Bewältigung der Fragen wird hoch eingeschätzt, doch Tabuthemen wie gemeinsame Siedlungs- und Wohngebietsplanung sollen dabei ausgespart werden. Mehr dazu demnächst. Eine Veröffentlichung ist in Vorbereitung.   

 

 

Neue Kommunikationsmethoden für die Nachhaltige Regionalentwicklung

Regionen werden zu einer immer wichtigeren Handlungsebene für verschiedenste Akteure und Interessen. Diese zusammen zu führen ist Aufgabe von Regionalmanagement und Regionalberatung. Dazu gehören der Aufbau einer sinnvollen Arbeits- und Organisationsstruktur genauso wie das Managen von Projekten und die Durchführung von Arbeitstreffen, Workshops und Informationsveranstaltungen. Dies ist höchst voraussetzungsvoll und verlangt gute Fähigkeiten von den Regionalmanagerinnen und -managern. Da viele Methoden zwar existieren, ihre Anpassung an Regionen mit den typischen Merkmalen vielfältiger Akteure und Abwesenheit von Hierarchien jedoch fehlte, hat das Fachgebiet dieses Projekt aufgelegt.

Es handelt sich um die Entwicklung einer Fortbildung für RegionalmanagerInnen und -beraterInnen. Das Projekt wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

 

Am 8. März 2006 fand in Osnabrück die Abschlussveranstaltung des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Vorhabens ”Neue dialogische Kommunikationsmethoden für die Nachhaltige Regionalentwicklung” statt. Die Ergebnisse können unter http://www.regionale-prozesse-gestalten.de/157.0.html eingesehen werden.

 


Zugleich ist das Handbuch "Regionale Prozesse gestalten" erschienen, das die wichtigsten Tools praxisgerecht wiedergibt. Das Handbuch bietet das notwendige Grundhandwerkszeug für regionale Moderatoren, einen großen Methodenschatz sowie eine Vielzahl von Veranstaltungsdesigns. Das reicht von Großgruppenmoderationen über die Prozessgestaltung bis zum Aufbau regionaler Organisationen. Das Buch richtet sich an all jene, die in regionale Prozesse eingebunden sind und diese mitgestalten wollen.

 

 


Forschungsprojekt wald

Das Forschungsprojekt wald (Wald / Arbeit / Ländlicher Raum / neue Dienstleistungen) (http://www.forst.uni-freiburg.de/fobawi/awi/wald/wald_de.htm) im Rahmen der BMBF-Förderinitiative "Zukunftsfähige Arbeitsforschung" hat neue Publikationen vorgelegt, u.a.:

 

Dorle Gothe, Ulf Hahne: ... und regionale Wertschöpfung lohnt sich doch – Arbeitsplätze und Einkommen durch regionale Wertschöpfungsketten im Holzbereich. In: AgrarBündnis (Hg.): Landwirtschaft 2006. Der kritische Agrarbericht. – Rheda-Wiedenbrück / Hamm: ABL-Verlag 2006, S. 165-170

 

Dorle Gothe, Ulf Hahne: Regionale Wertschöpfung durch Holzcluster. Gezeigt an Best-Practice-Beispielen regionaler Holz-Cluster aus den Bereichen Holzenergie, Holzhaus-  und Holzmöbelbau. wald-Arbeitspapier Nr. 14, Freiburg: Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft 2005

          

Beate Brüggemann, Andrea Fink-Keßler, Ulf Hahne, Rainer Riehle: Runde Tische im Projekt WALD. wald-Arbeitspapier Nr. 11, Freiburg: Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft 2005

 

Andrea Fink-Keßler, Ulf Hahne: Arbeit in ländlichen Räumen und der Beitrag von Land- und Forstwirtschaft. wald-Arbeitspapier Nr. 4, Freiburg: Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft 2004

 

 


ILEK Höxter

Das Land Nordrhein-Westfalen hat im Jahr 2005 die Möglichkeiten des Bund-Länder Fördergrundsatzes "Integrierte ländliche Entwicklung" genutzt und mit einer eigenen Richtlinie den Regionen ermöglicht, die Erarbeitung von "Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepten" (ILEK) unterstützen zu lassen.

Als eine der ersten Regionen hat sich das Kulturland Kreis Höxter entschlossen, ein ILEK erarbeiten zu lassen. Das Fachgebiet wurde nach einem Bieterwettbewerb ausgewählt, das ILEK zu erarbeiten.

 

Die besondere Herausforderung lag in der Suche nach neuen Formen der Beteiligung. Das klassische Bottom-Up-Prinzip war in der Region durch diverse Verfahren (regionale Agenda 21, touristisches Leitbild etc.) bereits erheblich strapaziert worden, für abstrakte Prozesse auf relativ großer räumlicher Bezugsebene konnte eine intensive Bürgerbeteiligung nicht erwartet werden. Das Team hat sich daher entschlossen, das Modell der "wachsenden Bürgerbeteiligung" zu erproben. Zur Auftaktveranstaltung wurden gezielt Multiplikatoren eingeladen, welche dann für die themenbezogenen Arbeitsgruppen weitere Interessenten gewinnen sollten. Unterstützt durch Öffentlichkeitsarbeit wurden so thematisch gezielt funktionierende Arbeitskreise gebildet.

 

In einem vergleichsweise schnellen Prozess (Auftakt Ende August, Schlusspräsentation Ende November) wurden die

  • Stärken, Schwächen und Chancen der Region erarbeitet,
  • Leitziele formuliert,
  • Handlungsfelder definiert und
  • Leitprojekte erarbeitet.

 

 

Evaluierung Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21 abgeschlossen

Die "Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda 21" wurde im Jahr 2002 als Projekt von "agenda transfer. Agentur für Nachhaltigkeit GmbH" in Bonn eingerichtet und seither mit öffentlichen Mitteln aus dem Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gefördert.

Die Bundesweite Servicestelle stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Nationaler Nachhaltigkeitsstrategie, Landes- und regionalen Agenda-Prozessen sowie lokalen Agenda 21 Prozessen dar und will als Scharnier und Vernetzer zwischen den Ebenen und Entscheidern wirken.

Nach gut zweijähriger Tätigkeit wurde das Fachgebiet Nachhaltige Regionalentwicklung beauftragt, eine Überprüfung dieser Aufgabenstellung, der bisher geleisteten Arbeit, der Zielgruppenorientierung, der Zielerreichung und Effizienz sowie der strategischen Ausrichtung vorzunehmen.

Mit der Befragung von wichtigen Zielgruppen (Kommunen, Verbände, Institute, Regierungsbehörden) wurden Bekanntheitsgrad, Bedeutung und Wirksamkeit der Bundesweiten Servicestelle und ihrer einzelnen Angebote ermittelt. Ergebnis: Die Bundesweite Servicestelle dient als wichtiger Transformator und Informationsbroker, um die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie wirksam mit horizontaler Vernetzung auf Bundesebene und veritkaler Vernetzung bis zu den lokalen Gruppierungen umzusetzen. Bei besserer Unterstützung und Aufstellung könnte die Funktion als Dienstleister und Anlaufpunkt für Entscheidungsträgerinnen und Engagierte noch strategisch zielgerichteter erfolgen.

 

 

Forschungsprojekt Stadt 2030 abgeschlossen

Wie sehen Stadtregionen der Zukunft aus, lautete die vom Bundesforschungsministerium aufgeworfene Frage an einen bundesdeutschen Verbund aus Kommunen und Forschung. Unter Leitung von Prof. Dr. Ulf Hahne war ein Team der Fachgebiete Nachhaltige Regionalentwicklung (FB 6) und Allgemeine Wirtschaftspolitik (FB 7) an dieser Frage für fünf ländliche Kommunen im Bereich Borken (Hessen) beteiligt. Weiterer Forschungspartner war die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Hessen.

Ziel des Projektes war es, eine Zukunftsvision für das Jahre 2030 zu erarbeiten. Nur langfristiges Denken kann die Denkblockaden der Gegenwart aufbrechen und eine nachhaltige interkommunale Zukunft einleiten. Genau dies wurde in einem dialogorientierten Prozess zusammen mit Akteuren und Bürgern vor Ort erreicht. In drei Themenfeldern (Gewerbe, Freizeit, Landwirtschaft) wurden die Grundlagen für eine interkommunale Entwicklungskonzeption gelegt.

Die Zukunftsvision 2030 Schwalm-Eder-West basiert auf themenbezogenen Szenarien und bietet strategische Ansatzpunkte zur Bewältigung von Konflikten und Nutzung von Synergieeffekten. Für die Umsetzung des räumlich-funktionalen Handlungskonzeptes gründeten die Kommunen einen Zweckverband zur interkommunalen Zusammenarbeit und einen Regionalverein. Ein weiteres Ergebnis ist die Aufnahme des kommunalen Verbundes in das Förderprogramm Stadtumbau West.

 

Die Forschungsergebnisse der Universität liegen als Publikation vor:

 

Ulf Hahne, Kerstin Jaensch, Lorenz Blume: Zwischen den Rändern.  – Regionsbildung heterogener Regionen: Der Raum Schwalm-Eder-West. In: Deutsches Institut für Urbanistik difu (Hg.): Zukunft von Stadt und Region, Band II: Perspektiven der Regionalisierung. Beiträge zum Forschungsverbund Stadt 2030. – Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2005, S. 181-214

 

U. Hahne, L. Blume, H. Brörkens, M. Engelmohr, S. Itter: Vision 2030 Schwalm-Eder-West: Grundlagen der Zukunftsentwicklung. FEH Report Nr. 662, Wiesbaden: Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft Hessen 2004

 

 




Nach oben zum Seitenanfang Webmaster: Andi Pühringer


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